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26. Mai 2015

Wie man Erfolg im Internet definiert…

Inszenierung auf verschiedenen Plattformen im Internet kann auf verschieden Art und Weise erfolgen. Grundsätzlich hängt dies stark vom Medium, dem Zwecke dessen und damit also dem Publikum ab. Nicht zuletzt ist auch eine Unterscheidung zwischen Blogg, Vlog und der Kombination aus beidem als auch der verschiedenen weiteren Social Media Channels zu treffen.

Geht es um Inszenierung, so schweben zuerst die großen Stars & Sternchen vor unserem inneren Auge. Jedoch ist Inszenierung nicht nur die massentaugliche Darstellung und Präsentation seiner selbst oder eines Produktes, sondern viel mehr das tägliche Leben an sich. Hier kann jede Handlung in Interaktion als Inszenierung an sich betrachtet werden, die einigen mit einem stärkeren Persönlichkeitswert, die anderen gänzlich ohne die eigene Persönlichkeit.

Grundsätzlich spielt Selbstinszenierung also eine primäre Rolle im täglichen Leben, was wiederum im Internet reflektiert und aufgrund des großen, potentiellen Empfängerkreises – oder um im Terminus zu bleiben: Kreis der Partizipanten – verstärkt wird. Um dem menschlichen Grundbedürfniss nach Information – wenig andere, ursprüngliche Gründe gibt es für den Erfolg von Massenmedien im weitesten Sinne – gerecht zu werden, hilft demnach auch die Preisgabe persönlichster Informationen und Daten zur Stärkung der Relevanz – also plump der „Klicks“ – eines Blogs, Channels, SocialMedia Profiles, Vlogs, …

Jedoch kann auch Content, welcher wenig persönliche Inhalte wiederspiegelt, durchaus Erfolg versprechen, solange dieser für den Suchenden zum gegenwärtigen Zeitpunkt Relevanz bedeutet. Konkret verkaufen sich neben persönlichen Inhalten auch Hilfestellung zur Entscheidungsfindung oder Problemlösung in SocialMedia Kanälen. Sei die Fragestellung vieler Nutzer, wie sie Videos einfach schneiden, wird diese demnach in Blogs, Vlogs & Co. ohne Preisgabe persönlicher Inhalte präsentiert. Die Inszenierung des professionellen Könners an sich bleibt hier zwar bestehen, verlagert sich aber vom Persönlichen hin zum Professionellen.

Klassischer Erfolg nach der Geldfrage im Internet definiert sich also durch die Masse an Klicks, Followern, Aufrufen, PIs (Page Impressions), usw. Dies ist nur durch Lenkung der Aufmerksamkeit der Massen mit obigen Mitteln wirklich möglich. Derjenige, der den schnellen Erfolg verspricht, hat meist persönliche, kommerzielle Interessen im Kopf, derjenige, der die bessere Vermarktung der Inhalte durch schnelle Maßnahmen verspricht, versucht also sein Glück mit Kaffeesatzleserei (demnach SEO, was offiziell für Suchmaschinenoptimierung – also der Optimierung auf private Algorithmen hin – steht), aber derjenige der Inhalte produziert macht am Ende alles richtig. Also geht es darum, die Inhalte zu produzieren, welche die Massen anziehen, oder?

Denn genau dieser Gedanke ist falsch. Inhalte, die Massen begeistern und seine selbst, oder seine Profession inszenieren können Erfolg versprechend sein, münden auf lang oder kurz aber immer im Verlust der Follower, Klicks, PIs, usw. – Warum? Irgendwann wird’s langweilig! Oder aber: die Profession ist irgendwann nicht mehr aktuell, die Inhalte zwar gut, aber nicht mehr zeitgemäß, zumindest wenn Inhalte kurzfristig produziert werden und langfristig halten sollen, entsteht die Problematik der Geschwindigkeit des Netz-Lebens. Das langfristige Erfolgsrezept heißt also: immer nur soviel von sich oder seiner Profession preisgeben, dass punktgenau des jeweils zeitgemäße Ziel der Suchenden erfüllt wird, aber immer genau soviel fehlt, dass ein weiterer Besuch stattfinden wird. Apple macht es uns vor: nur durch das Wecken von Begierde nach Neuem lässt sich eine längerfristige Bindung erreichen. Und diese Begierde wird nie ganz gestillt. Klingt einfach, oder? 😉

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